TRADITIONEN UND LEGENDEN

Die berühmteste Tradition für alle Einwohner von Lloseta steht im Zusammenhang mit der Entdeckung der Virgen María de Lloseta. Die Legende berichtet, dass ein muslimischer Schäfer seine Schafe weiden ließ, als er von einem hellen Lichtschein aufgeschreckt wurde, der aus dem Felsen bei einer Grube des Flusses kam. Erstaunt benachrichtigte er die Einwohner von Aiamams, Lloseta und Robines.
Diese eilten herbei und als sie eine Steinplatte aufhoben, fanden sie darunter das Bild der Mutter Gottes. Weil es weder in Aiamans noch in Lloseta eine Kapelle gab, entschloss man sich, das Bild in die Kirche de Robines zu bringen, die sich nahe der Alquería de Borneta befand, wo sie in Empfang genommen und von den Bewohnern verehrt wurde. Am nächsten Tag, als man die Türen öffnete, stellte man fest, dass das Bild verschwunden war. Man ging schnell zur Höhle del Cocó und fand es hier. Weil man dachte, es handle sich um einen Diebstahl, brachte man das Bild erneut nach Robines, wo man es zur Sicherheit in einem Kasten verwahrte. Aber auch am darauf folgenden Tag war es verschwunden und zeigte so, dass die Mutter Gottes in Lloseta verehrt werden wollte.
Außerdem, so erzählt die Legende weiter, erschien sie an Weihnachten in den Ställen der Ritter von Lloseta und Aiamans. Dies berichtete ein Sklave, der einige Tage zuvor zum Christentum übergetreten war. So erzählt es der Vers:

"Un nou convertit entra
dins el sobredit estable
y (sic) un resplandor inefable
de repente (sic) lo espanta.
Puis vostra imatge milloraç
Aquella casa imperfecta;
Siau nostra protectora
Verge i Mara de Lloseta"

Auch mit dem Oratorium von Cocó verbunden ist der "didalet". Unter Felsbrocken fand man ein kleines Loch. Wer laut der Legende einen nach dem anderen Finger hineinsteckt, wird von gewissen Übeln geheilt. Heute kann man zu dem Loch über einen Weg gelangen, der bei den letzten Renovierungsarbeiten des Oratoriums angelegt wurde. Die Tradition zum "didalet" zu gehen, ist Teil der Fiesta del Cocó.